Urlaubslust statt Urlaubsfrust: Vorsicht vor einigen Reiseländern

Urlaubslust statt Urlaubsfrust: Vorsicht vor einigen ReiseländernReisende sollten in einigen Ländern dieser Welt vorsichtig sein, damit die Reiselust sich nicht in Urlaubsfrust verwandelt. Zwar heißt es im Volksmund „wer eine Reise tut, der kann auch viel erleben“, jedoch kann auf einiges Erlebtes durchaus verzichtet werden. Dies fängt beim Verschwinden des Koffers an, geht mit einem Taschendiebstahl weiter und hört dann bei einem bewaffneten Raubüberfall spätestens auf.

Eine Reise verläuft deutlich angenehmer, wenn keine der zuvor genannten Situationen eintritt. Dabei kann dies von Land zu Land variieren. Nicht selten birgt ein Entwicklungsland mit einer großen Diskrepanz zwischen Arm und Reich auch eine erhöhte Kriminalitätsrate, die sich für Reisende als verhängnisvoll erweisen kann. Aber nicht nur in Entwicklungsländern ist Vorsicht geboten. Demnach reicht ein Stadtbummel in der spanischen Stadt Barcelona bereits aus, um danach die Geldbörse vergeblich zu suchen. Es ist also empfehlenswert, stets den gesunden Menschenverstand – egal in welchem Land – walten zu lassen.

Die im Folgenden beschriebenen Reiseziele sollen in keinem Fall abschrecken, sondern eher sensibilisieren. Des Weiteren ist zu beachten, dass einige Großstädte zwar einen schlechten Ruf haben, jedoch dieser nicht der tatsächlichen Situation vor Ort entspricht.

Südafrika: Johannesburg und Kapstadt

In Südafrika kämpfen die Behörden nach wie vor mit einer hohen Kriminalitätsrate. Diese wird vor allem in den Städten Kapstadt, Johannesburg und Pretoria verzeichnet. Aus diesem Grund sollten die Warnungen der lokalen Bevölkerung unbedingt befolgt werden. Dabei sind Diebstähle – auch bei Rucksack-Reisenden – sehr verbreitet. Zudem werden diese häufig schwer bewaffnet durchgeführt. Im Ernstfall sollten Reisende ihre Sachen ohne große Gegenwehr abgeben, denn ein Menschenleben sind diese bestimmt nicht wert.

Weit verbreitet ist auch die sogenannte Car-Hijacking-Methode. Hier werden Autos, die an einer roten Ampel halten müssen, kurzerhand überfallen. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte dementsprechend alle Türen verriegeln. Jedoch kann dies nur bedingt helfen, wenn die Täter entsprechend bewaffnet sind.

Brasilien: Rio de Janeiro

Jedes Jahr lockt die inoffizielle Hauptstadt Brasiliens Tausende von Touristen an den bekannten Zuckerhut. Lebensfreude, Samba, Karneval, Meer und Sonne machen Rio de Janeiro das ganze Jahr über sehr attraktiv. Jedoch ist die Kriminalstatistik alles andere als attraktiv. Auf engstem Raum müssen hier Armut und Reichtum koexistieren. So sollten sich Reisende von den Armenvierteln (Favelas) in Rio de Janeiro besser fernhalten.

Aber auch auf touristisch ausgetrampelten Wegen, wie zum Beispiel der zur berühmten Christusstatue, kommt es hin und wieder zu bewaffneten Überfällen. Es ist davon auszugehen, dass die Täter immer Waffen mit sich führen, sodass hier keine Gegenwehr sinnvoll ist.

Eine neue Methode der Täter ist auch das sogenannte Kurzzeit-Kidnapping. Reisende, die kein Bargeld mit sich führen, dafür aber Kreditkarten, werden zum nächsten Geldautomaten mit Waffengewalt gebracht, um dort die Diebe entsprechend Geld abzuheben.

Ägypten: Kairo

Die berühmten Sphinxe, die Pyramiden von Giseh und die fremde arabische Kultur: Kairo bietet dem Reisenden zahlreiche Eindrücke. Weltweit rangiert die Stadt Kairo in der Liste der gefährlichsten Orte im oberen Drittel. Ganz besonders wegen der terroristischen Attacken auf Sehenswürdigkeiten. Allerdings sind diese Anschläge nicht primär gegen Reisende oder Ausländer gerichtet. Darüber hinaus hat die Regierung die Sicherheitsvorkehrungen in Kairo verstärkt.

Viel wahrscheinlich, als Opfer einer terroristischer Gewalt zu werden, ist jedoch, dass der Reisende bestohlen wird. Geklaute Handtaschen, aufgeschlitzte Rucksäcke, verschwundene Geldbörsen – wie in jeder anderen großen Metropole auch, sollte hier mit Diebstahl gerechnet werden.

Ostafrika: Somalia

Auf den Listen der Pauschalreiseanbieter steht das Land am Horn von Afrika garantiert nicht. Jedoch könnte so manch findiger Urlauber, der auf Action aus ist, auf die Idee kommen, den Staat Somalia zu besuchen. Allerdings muss hiervon dringend abgeraten werden. Auch das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Somalia. Genau wie Afghanistan, Irak, Kongo, Gaza, Guinea und Haiti zählt Somalia in den Augen des Ministeriums mit zu den gefährlichsten Ländern der Welt.

Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines schwerwiegenden Überfalls zu werden, ist in Somalia nicht unbedeutend. Eine instabile Regierung, chaotische Verhältnisse, Korruption und Hunger begleiten den Alltag in Somalia. In der Hauptstadt Mogadischu kämpfen unterschiedliche Clans um die Vorherrschaft und im Norden des Landes herrschen Territorialkämpfe. Wer hier zwischen die Fronten gerät, kann schnell mit seinem Leben zahlen.

Titelbild © Ivan Pavlov - shutterstock.com

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