Historisches Nürnberg Reisebericht

Nürnberg ist mit seinen rund 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Freistaats Bayern und heute das Kultur-, Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum des nördlichen Bayern. Die Anfänge der Stadt liegen aber an der Peripherie und im Dunkel der Geschichte. Zwar hatten sich bereits die Kelten an den Ufern der Pegnitz angesiedelt, die ersten dauerhaften Siedlungen im heutigen Stadtgebiet sind nach jüngsten archäologischen Ausgrabungen jedoch für das 10. Jahrhundert zu datieren. Namentlich wird Nürnberg erstmals 1050 erwähnt, als Norenberc in einer Urkunde Kaiser Heinrich III. Im folgenden Jahrhundert, besonders unter den frühen Staufern, wurde die Stadt zur kaiserlichen Pfalz ausgebaut, 1219 verbriefte Friederich II. schließlich die Rechte einer Freien Reichsstadt.

Seine erste große Blüte erlebte Nürnberg in den Jahrzehnten des Übergangs vom Mittelalter in die Neuzeit. Reiche Patrizier lenkten inzwischen die Geschicke der Stadt und beförderten den wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg Nürnbergs. Es war eine Blütezeit, die in der Geschichte ihre Spuren hinterlassen hat: Martin Behaim fertigte hier den ersten Globus, Peter Henlein die erste Taschenuhr, Albrecht Dürer skizzierte hier viele seiner Zeichnungen und Hans Sachs schmiedete seine Verse ? Nürnberg war im Heiligen Römischen Reich zu einem der wichtigsten Zentren von Kunst, Kultur und Technik geworden. Auch in der Zeit der Reformation spielte Nürnberg eine bedeutende Rolle. Früh, noch in den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts, hatte sich die Stadt für den Weg der Reformation entschieden. Und einer der bekanntesten Reformatoren und Humanisten, Philipp Melanchthon, gründete 1526 in Nürnberg das erste Gymnasium im deutschsprachigen Raum.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg begann dann der vorläufige Abstieg Nürnbergs. Die Stadt und vor allem das Umland litten unter dem mehrjährigen Stellungskrieg. Das 1649 veranstaltet Friedensmahl anlässlich der Unterzeichnung des Friedensvertrages war für lange Jahren das letzte Ereignis von europäischer Bedeutung. Dem Krieg folgte Verschuldung und am Ende des 18. Jahrhunderts preußische und dann französische Besatzung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verlor Nürnberg schließlich den Titel einer Freien Reichsstadt und wurde dem Königreich Bayern eingegliedert. Nach der Eingliederung in das Königreich Bayern entwickelte sich die Stadt im Laufe des 19. Jahrhunderts aber zu einem bedeutenden Industriezentrum. Die Gründungen so bekannter Konzerne wie MAN und Siemens lassen sich in das Nürnberg dieser Zeit zurückverfolgen.

Im 20. Jahrhundert wurde Nürnberg von der nationalsozialistischen Regierung unter Hitler zur Stadt der Reichsparteitage erwählt. 1935, auf dem 7. Reichstag, beschlossen die Nationalsozialisten die Nürnberger Gesetze. Während des 2. Weltkriegs wurde ein Großteil Nürnbergs zerstört, im November 1945 begannen in der zerbombten Stadt die Nürnberger Prozesse. In den 60er und 70er Jahren wurde Nürnberg dann ein wichtiges Zentrum des Wirtschaftswunders. Eine bewegte Geschichte, die ein reiches Erbe an historischen Sehenswürdigkeiten hinterlassen hat.
Allen voran und über allen thront die Kaiserburg. Sie wurde unter den frühen Staufern erbaut und war während des Mittelalters eine der wichtigsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reiches. Heute können dort die prächtigen Kaiserzimmern und die romanische Doppelkapelle besichtigt werden. Historisch eng mit ihr verflochten sind die alten Kaiserstallungen.

Während eines Aufenthalts in Bayern und in Nürnberg darf natürlich ein Besuch im Albrecht Dürer Haus nicht fehlen. Es stellt die Wohn- und Arbeitsräume des großen Renaissancekünstlers vor. Ein besonderes Juwel gotischer Baukunst ist das Heilig-Geist-Spital, das in den Jahren 1332 bis 1339 errichtet wurde und in dem der Sage nach auch Till Eulenspiegel seine Unwesen getrieben haben soll. Es wurde von dem begüterten Großbürger Konrad Groß zur Pflege der Armen und Bedürftigen gestiftet. Besichtigt werden können das erhaltene Sündeprediger- und Verwalterhaus und der polygonale Dachreiter der ehemaligen Spitalskirche.
Ebenfalls im gotischen Stil gebaut ist die Frauenkirche, die Kaiser Karl IV. zwischen 1352 und 1362 auf dem Platz der früheren Synagoge als Mahnmal gegen die Judenpogrome errichten ließ. Sie war eine der ersten gotischen Hallenkrichen in Bayern.

Das Staatstheater Nürnberg wurde 1905 errichtet. Heute ist es eines der größten Opernhäuser Deutschlands, seit 2003 gehört es zu gleichen Teilen dem Freistaat Bayern und der Stadt Nürnberg. Zum Komplex des “Alten Rathaus” gehören die Bauten, die zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert um den Rathausplatz errichtet wurden. Sie sind eindrucksvolle architektonische Zeugnisse der Macht des Rates. Die St. Egidienkirche schließlich ist der letzte erhaltene Sakralbau Nürnbergs aus dem Barock. Zwischen 1711 und 1718 errichtet, wurde die Kirche nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg bis ins Jahr 1959 wieder aufgebaut. So viele Sehenswürdigkeiten können kaum an einem Tag besichtigt werden. Bayern im Allgemeinen und Nürnberg im Speziellen bieten Übernachtungsmöglichkeiten in allen Klassen der Hotelbewertungen, in allen Preis- und Komfortklassen. Hotelbewertungen findet der Besucher in Stadtführern und bei Reiseanbietern, Hotelbewertungen finden sich aber auch auf verschiedenen Internetportalen. Diese bieten meist Hotelbewertungen von Privatpersonen, die eine praktische und lebendige Ergänzung für die traditionellen Hotelbewertungen sind. Natürlich sind die Hotelbewertungen von Privatpersonen
stark durch den persönlichen Geschmack geprägt. In Summe können diese Hotelbewertungen aber eine Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot erleichtern. Einen Besuch und eine Übernachtung in Nürnberg können Hotelbewertungen aber nicht ersetzen.

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